Notfall und Risikomanagement

Wir alle hoffen, dass wir nie mit Notfällen konfrontiert werden.
Und doch müssen wir solche Situationen in unserer Planung berücksichtigen und darauf vorbereitet sein.
Sollte also ein Notfall eintreffen müssen wir schnell handeln und entsprechend reagieren können.

Hilfe im Wald – die kostenlose Rettungs-App für Android und iOS.

Bei Unfällen im Wald und in der freien Landschaft kommt dem Notruf von Rettungskräften eine besondere Bedeutung zu.
Die sonst üblichen Bezeichnungen von Straßen und Hausnummern sind nicht zu finden. Flurnamen oder betriebliche Bezeichnungen von Waldstücken oder Standorten werden oft falsch verstanden oder fehlerhaft interpretiert. Aus dieser Situation heraus wurde länderübergreifend ein System geschaffen, bei dem Rettungskräfte zu einem eindeutig bezeichneten Rettungspunkt dirigiert werden.
Diese Punkte liegen so in der Landschaft, dass sie eindeutig beschreibbar, und auch von potenziellen Unfallstandorten in Wald und Landschaft möglichst kurz erreichbar sind. Mit den „Rettungspunkten“ wurde eine Infrastruktur geschaffen, die schnelle Hilfe im Wald ermöglicht. Der Feuerwehr, der Polizei und Sanitätern sind die einzelnen Rettungstreffpunkte und die Anfahrtswege bekannt, so dass sie bei der Nennung eines Rettungspunktes schnell vor Ort sein können. War es bisher meist notwendig, den jeweiligen Rettungspunkt aufzusuchen, um die Bezeichnung des Punktes abzulesen und an die Rettungskräfte weiterzugeben, leistet jetzt eine App für Smartphone-Besitzer wertvolle Hilfe. In fast allen Bundesländern wurde von den Forstbetrieben eine Infrastruktur zur Rettung Verunglückter geschaffen. Der ausgewiesene Rettungspunkt im Wald ist wesentlicher Bestandteil dieser Struktur. Diesen Punkt steuern die Rettungskräfte an, hier trifft der Verunglückte auf Hilfe. Auf der folgenden Karte ist der aktuelle Datenstand der App dokumentiert.

Hilfe im Wald 2

Die Konzentration auf eine eng umrissene Funktionalität ist der Kern des App-Gedankens. Zur Ermittlung der eigenen Position muss das GPS und somit die Gerätehardware angesprochen werden, diese Option bietet nur eine native App. Um der lückenhaften Netzabdeckung im Wald Rechnung zu tragen, müssen die Koordinaten der Rettungspunkte auf dem Gerät gespeichert werden. So kann ein Verunglückter auch ohne Datenkonnektivität und somit ohne Karte oder Luftbild einen Rettungspunkt erreichen. Als Kartenhintergrund kann wahlweise ein Luftbild, eine topografische Karte oder eine Straßenkarte gewählt werden.

Nutzen für eine breite Öffentlichkeit
kompass
Die App „Hilfe im Wald“ zielt auf einen sehr konkreten Nutzerkreis.
All jene, die sich professionell im Wald bewegen, wie Forstwirte, Forstwirtschaftsmeister, Revierförster, Forstamtsleiter, Inspektionsbeamte, Waldbesitzer, Einschlagsunternehmer, Selbstwerber, Forsteinrichter, Jäger, Holzeinkäufer und Holztransporteure sind im Wald mit einem Unfallrisiko unterwegs.

Die App „Hilfe-im-Wald“ bringt nicht nur diesem Nutzerkreis ein deutliches Mehr an Sicherheit sondern auch Naturpädagogischen Veranstaltungen in Feld und Wald.
Die App soll darüber hinaus der erholungssuchenden Bevölkerung, also Spaziergängern, Wanderern, Mountain-Bikern, Reitern, Joggern und anderen eine schnelle Hilfe im Notfall bieten. So unterstützt neue Technologie wichtige Aufgaben. Die Forstbetriebe unterstützen die App als Datenlieferanten und liefern damit einen wichtigen gemeinnützigen Beitrag zur Sicherheit im Wald.

Wichtiger Hinweis: Die App „Hilfe im Wald“ unterstützt das Auffinden des nächstgelegenen Rettungspunktes. Sie ist keine technische Absicherung von gefährlichen Alleinarbeiten im Wald nach dem Regelwerk der Unfallversicherungsträger.

Die App „Hilfe im Wald“ erfreut sich wachsender Benutzerzahlen.
Laut Intend hat die App aktuell 75.000 Android Nutzer sowie 40.000 iOS Nutzer.
Nicht nur Forstwirte, sondern auch Wanderer und Jäger sind mit der App sicher unterwegs.
Und hier wird es auch für Naturpädagogen und Waldpädagogen interessant.

Lesen Sie im folgenden Beitrag, welche Ziele die App verfolgt, wie sie funktioniert und wo Sie die App finden können.

1. Welche Ziele verfolgt die App „Hilfe im Wald“?
„Hilfe im Wald“ ist eine, von INTEND aus Kassel entwickelte, kostenlose Rettungsapp für den Wald. Sie dient dazu, den nächstgelegenen Rettungspunkt zu finden und Rettungskräften somit eine präzise Ortsangabe für einen Treffpunkt machen zu können. Rettungspunkte sind speziell angelegte und feststehende Positionen, die durch staatliche, kommunale und private Forstbetriebe aufgestellt worden sind. Sie sind durch Schilder gekennzeichnet und eindeutig beschriftet. Die Koordinaten der Rettungspunkte sind den Einsatzleitzentralen von Feuerwehr und Rettungsdienst bekannt.

Bei einem Notruf kann es kann es nützlich sein, dem Koordinator in der Leitstelle das Stichwort „Waldrettungspunkt“ zu nennen, dieser wird dann abfragen um welchen Rettungspunkt es sich handelt. Sollte ein Verletzter den Rettungspunkt nicht erreichen können, kann ein Helfer diesen Rettungspunkt aufsuchen und die Rettungskräfte zum Verletzten führen.

2. Wie funktioniert die Wald App?
Für die ordnungsgemäße Funktion der App ist allein eine GPS-Ortung notwendig, welche unter freiem Himmel jederzeit zu erwarten ist. Anhand der empfangenen Daten zeigt die App die eigene Position in Form von Koordinaten an. Mittels einer grafischen Darstellung zeigt die App ferner die Position in Bezug auf die Rettungspunkte in der Umgebung sowie deren Bezeichnung und Entfernung. Wenn zusätzlich eine Netzabdeckung (GSM) gegeben ist, ist auch der Zugriff auf eine topografische Karte, ein Luftbild sowie der Anruf bei Rettungskräften über die App möglich. Ein permanenter Internetzugang ist daher keine Voraussetzung für die Handy-App „Hilfe im Wald“, was in Gebieten mit geringer Netzabdeckung von Vorteil ist.

3. Wer hat die App entwickelt?
Die App „Hilfe im Wald“ ist ein Produkt der INTEND Geoinformatik GmbH. Damit die App kostenlos bleibt, fördern Fjällräven, Gothaer und Grube die App und deren Weiterentwicklung mit erheblichen Mitteln.

4. Ist die App bundesweit nutzbar?
Die Wald App fürs Handy ist in vielen Bundesländern nutzbar. Lediglich in Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern gibt es derzeit noch keine entsprechenden Daten (Stand Oktober 2019).

5. Was kostet mich die App „Hilfe im Wald“?
Download, Installation und Benutzung der App „Hilfe im Wald“ sind kostenlos.
Damit dies auch weiter so bleiben kann, haben der Outdoorausrüster Fjällräven, der Forst- und Jagdversender Grube und die AGDW – Die Waldeigentümer mit der Firma INTEND einen Kooperationsvertrag geschlossen, der die Finanzierung der App sichert. Das Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik (KWF) unterstützt die App durch die Datenaufbereitung der Rettungspunkte.
Die Firmen werden in den kommenden Jahren jeweils mehrere 10.000 Euro investieren und stellen damit sicher, dass die App weiter kostenlos angeboten, gepflegt und weiterentwickelt werden kann.

6. Auf welchen Geräten kann die App installiert werden?
Derzeit ist die App für Android- und iOS-Geräte verfügbar. Voraussetzungen ist Android, die Version variiert nach Gerät, für iOS ist die Version 9.0 oder höher zulässig.

7. Ich möchte die App „Hilfe im Wald“ installieren. Wo finde ich die aktuelle Version?
Die App „Hilfe im Wald“ für Android finden Sie im Playstore von Google

Die App „Hilfe im Wald“ für iOS finden Sie im Appstore von Apple

Die wichtigsten Fakten im Überblick:
Grafische Darstellung der eigenen Position in Bezug zu den umliegenden Rettungspunkten mit Hilfe von GPS & GSM.

Kostenlos dank des Sponsorings von Fjällräven, Grube und AGDW – Die Waldbesitzer.

Unkomplizierte Installation.

In zahlreichen Bundesländern einsetzbar (Ausnahme derzeit noch Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen).

Für Android- und iOS-Geräte.

Die App überzeugt mit ihren Funktionen für mehr Sicherheit und schnelle Hilfe, sowie ihrer leichten Handhabung und ist daher bei der Vorbereitung, Planung und Durchführung naturpädagogischer Aktionen ein absoluter Gewinn an Sicherheit für Team und Teilnehmer bei Notfällen.

Ein weiterer Nebeneffekt ist die Darstellung der eigenen Position wahlweise auf Straßenkarte, topografischer Karte oder Luftbild.

Texte, Grafiken und Informationen (auch auszugsweise) mit freundlicher Genehmigung und Unterstützung von:

Intend-Geoinformatikgrube

Wir freuen uns über eine Rückmeldung

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.
%d Bloggern gefällt das: