konzepte

In der Naturpädagogik gibt es unterschiedliche pädagogische Konzepte.
Alle Konzepte sollen auf unterschiedliche Weise einen tieferen Zugang zur Natur ermöglichen
und auf diese Weise ein intensiveres Erleben von Natur und Umwelt schaffen.
Aus diesem Erleben entsteht die Achtung vor der Natur und der respektvolle Umgang mit unserer Welt.

Zwei Konzepte sind entscheidend für die Grundlagen und Entwicklung der naturpädagogischen Arbeit.

Ein wesentliches Konzept beruht auf der Arbeit von Joseph Cornell,
einem bekannten amerikanischen Umweltpädagogen. Veröffentlichungen:
Auf die Natur hören: Wege zur Naturerfahrung (Deutsch) Taschenbuch – 1. Januar 1991
ISBN-10 : 3927279730, nur noch gebraucht erhältlich.
Mit Cornell die Natur erleben: Naturerfahrungsspiele für Kinder und Jugendliche – Der Sammelband (Deutsch) Taschenbuch – 1. April 2006, ISBN-10 : 3834600768, nur noch gebraucht erhältlich.
Cornells Naturerfahrungsspiele für Kinder und Jugendliche: Die besten Klassiker und neue Spiele – Sonderedition (Deutsch) Taschenbuch – 13. März 2017, ISBN-10 : 3834635677

Ein weiteres wichtiges Konzept von Michael Kalff,
Jens G Eisfeld, Ursel Bühring, Claudia Filipski, Anke Held
und Henrik Langholf
wird im Handbuch zur Natur- und Umweltpädagogik dargestellt.
Veröffentlichungen:
Handbuch zur Natur- und Umweltpädagogik (Deutsch) Taschenbuch – 1. Januar 1994,
ISBN-10 : 3924191719, nur noch gebraucht und selten erhältlich.
Ein weiteres Buch von Michael Kalff wäre:
Kinder erfahren die Stille: Naturmeditationen für Kinder, Eltern und Pädagogen
von Michael Kalff, Jessica Hergesell und Ina Hergesell. ISBN-10 : 978393382572

Beide Konzepte beinhalten in hohem Maß den Aspekt der Achtsamkeit.
Kein pädagogisches Konzept, aber ein weiterer Ansatz der nicht nur Naturpädagogik betrifft ist
Achtsamkeit in der Natur, beschrieben im Buch von Michael Huppertz und Verena Schatanek.
Veröffentlichungen:
Achtsamkeit in der Natur:
84 naturbezogene Achtsamkeitsübungen und theoretische Grundlagen
(Deutsch) Taschenbuch – 20. Mai 2015, ISBN-10 : 9783955713362
von Michael Huppertz und Verena Schatanek.

Ein weitere in der Naturpädagogik angewandte Methode kommt aus der Wildnispädagogik, das sogenannte Coyote-Teaching.
Dies wird in den Büchern Coyote-Guide, Band 1 und 2, ausführlich beschrieben.

Coyote-Guide Band 1 – Handbuch für Mentoren
von Jon Young, Ellen Haas Evan McGown.
ISBN-13‏ : ‎978-3980623667
Coyote-Guide Band 2 – Handbuch der Aktivitäten
von Jon Young, Ellen Haas Evan McGown.
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3980623674

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Bildung für nachhaltige Entwicklung hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen
– auch in der Natur‑ und Waldpädagogik.
Immer deutlicher wird, wie wichtig es ist, Kinder darin zu begleiten, achtsam mit ihrer Umwelt umzugehen und Verantwortung für ihr Handeln zu entwickeln. Die Natur bietet dafür einen stillen, klaren Raum. Hier entstehen Fragen, hier werden Zusammenhänge sichtbar, hier wächst ein Gefühl für das eigene Wirken.
BNE knüpft an das an, was Naturpädagogik schon lange ausmacht: das bewusste Wahrnehmen, das Erleben von Kreisläufen, das Entdecken von Beziehungen. Gleichzeitig erweitert es den Blick. Kinder erfahren nicht nur, wie Natur funktioniert, sondern auch, wie ihr eigenes Tun Teil eines größeren Ganzen ist. Im Wald wird Nachhaltigkeit nicht erklärt, sondern erlebt.
Die aktuellen Herausforderungen – Klimawandel, Artenverlust, Ressourcenknappheit – zeigen, wie wichtig es ist, diese Erfahrungen früh zu ermöglichen. Pädagog*innen begleiten Kinder dabei, eigene Ideen zu entwickeln, Verantwortung zu spüren und neue Wege auszuprobieren. Die Natur wird so zu einem Ort, der nicht belehrt, sondern stärkt.
BNE verleiht der Natur‑ und Waldpädagogik eine zusätzliche Tiefe. Es verbindet Naturerfahrung mit Zukunftsfragen und schafft Räume, in denen Kinder sich als Teil der Welt erleben – und als Menschen, die sie mitgestalten können.
Ein pädagogisches Konzept ist eine Grundlage der Planung und der Arbeit als Naturpädagoge/in.
Vor allem dient es in der Planung dazu, Ziele sehr exakt zu formulieren und diese in der didaktischen Gestaltung und in der Auswahl der Methoden wirkungsvoll umzusetzen.

Ein klares pädagogisches Konzept als Grundstruktur erleichtert die Planung und ist die Grundlage einer strukturierten Veranstaltung.
Sicher wird kein Konzept jedem Teilnehmer/in jeder Situation und auch jedem Naturpädagoge/in entsprechen.
Schon in der Planung ist es hilfreich, ausreichend Spielraum und Alternativen zu berücksichtigen.
Dennoch ist ein pädagogisches Konzept ein gutes Instrument, Ziele präzise zu definieren, Wege zur Erreichung dieser Ziele zu planen und auch zu überprüfen, ob die gesteckten Ziele realistisch waren und erreicht wurden.
Letztendlich bezeichnet der Begriff Naturpädagogik jedoch die Art und Weise, wie wir als Lehrende in der Natur.- u. Waldpädagogik Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen einen Wege weisen, der ihnen die unmittelbare Erfahrung der Natur über ihre Sinne ermöglicht und gleichzeitig Wissen vermitteln. Dies geschieht in der Hoffnung, dass aus dieser Erfahrung heraus Neugierde entsteht, aus der Neugierde Wissen gefestigt wird und aus dem Wissen auch Erkenntnisse und Handlungen werden, die unsere Welt lebenswert und liebenswert erhalten.

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